Erstmals zwei Sieger

Trotz dreier Durchgänge beim traditionellen vereinsinternen 3-Minuten-Segelwettbewerb am Vatertag und einem ausgefeiltem Bewertungsverfahren: Daß am Ende zwei Teilnehmer die gleiche höchste Punktzahl vorweisen konnten, hatte es in der über 10-jährigen Geschichte dieses Wettbewerbs bislang noch nicht gegeben.

Dennoch konnten sich die beiden Konkurrenten um den Sieg schnell einigen: Der Wanderpokal wird nicht der Metallsäge zum Opfer fallen. Denn die Nienhäger Lokalmatadore Manfred Münkenhove und Bernd Rümenapp wollen sich die Trophäe für jeweils nur ein halbes Jahr in ihre Vitrinen stellen - bis zum nächsten Wettbewerb 2016.

Vorausgegangen war ein spannender Vergleichskampf, bei dem bis zum Schluß alles offen blieb. Die sieben teilnehmenden Vereinsmitglieder hatten die gleiche Vorgabe zu erfüllen: Ihr Flugmodell mußte nicht nur genau nach der vorgeschrieben 180-Sekunden Zeitspanne ab Erreichen der Segelflug-Ausgangshöhe sicher gelandet sein. Die Landung sollte nämlich auch noch möglichst in dem gekennzeichneten Landefeld, einem Kreis von nur 5 Metern Durchmesser, erfolgen. Abweichungen führen hier unweigerlich zu Punktverlusten.

Bei dem teilweise recht böigen Wind war die Punktlandung kein leichtes Unterfangen. Und da im Wettbewerbsehrgeiz auch gerne mal etwas riskiert wird, wurden in der Regel kleine einfache Schaumstoff-Modelle eingesetzt. Sie verzeihen es eher, wenn sie mit hartem Knüppeleinsatz an der Fernsteuerung genau zur richtigen Zeit in den Landekreis gedrückt werden. Schulmäßige Landungen sehen nämlich anders aus!

Daß aber die Piloten ihre Modelle dennoch souverän beherrschen zeigte die Auswertung der Flüge: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer konnte insgesamt eine Punktzahl von über 90% der theoretischen Maximalpunktzahl erreichen. Da schmeckte die anschließende Grillwurst und das vatertägliche Kaltgetränk auch denjenigen, die diesmal nicht auf das Podest kamen.

Reinhard Elers